24h Rennen Duisburg

von Alex Bauer
Am 07.08. bekam ich eine Mail ob ich am Samstag schon was vor habe, ich topfit bin und nach Duisburg zum 24h Rennen komme, weil ein Fahrer zur belgischen Nationalmannschaft abkommandiert wurde. Da war ich gerade am telefonieren zwecks einer Unterkunft für den Marathon in Frauenwald (den wollte ich eigentlich dieses Wochenende fahren). Nach einer dreiviertel Stunde habe ich entnervt aufgegeben und beschlossen das ich nach Duisburg fahre. Also sind wir (mein Dad und ich – ohne Ihn wäre es unmöglich gewesen) am Samstag um 5.30 Uhr los gefahren.

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Um 11 Uhr sind wir dort angekommen, Material gecheckt und angezogen um 11.30 Uhr sind wir einmal die Strecke abgefahren, eine Runde 7,7 km und um die 100 Hm. Dann wurde bestimmt (nicht abgestimmt), das ich Startfahrer war, also hab ich meine Sachen um 12.30 Uhr gepackt, worauf mich Robert Karrasch (ehemaliger DM Senioren 1) fragt wo ich schon hin will, „na nach vorne“. Also Start um 13 Uhr, ich voll in der Spitzengruppe dabei, an dem Punkt wo ich am weitesten zum Fahrerlager hatte, bemerkte ich meinen Platten, also Ersatzschlauch rein und pfft ich hätte Kotzen können, denn der hatte auch ein Loch. Also hab ich die Beine in die Hände genommen und bin zum Fahrerlager gelaufen, Laufrad gewechselt (und natürlich entsetzte Blicke geerntet) und wieder da eingestiegen, wo ich vorher von der Strecke runter bin. Eigentlich hätte ich zwei Runden fahren müssen, aber durch diese Aktion hab ich doppelt so lange gebraucht, und mein Staffelpartner Niels (war schon im Junioren Nationalteam) war schon in der Wechselzone, übergab ich halt gleich den Transponder.

Ab da lief es wie am Schnürchen bis zur Nacht sind wir immer so 34er Doppelrunden gefahren (27 er Schnitt). Ich war immer am Überholen, weil irgendwie keiner mein Tempo fahren wollte

Das erstemal als ich auf die Zwischenergebnisliste geschaut hab, waren wir auf Platz 111 von 140. Kurz bei der Rennleitung nach unseren Rundenzeiten nachgefragt und dann festgestellt das unser Transponder nicht richtig funktioniert hat, und einige Runden fehlen, (da wir aber immer 16er und 17er Rundenzeiten hatten) rechnete die Rennleitung die Runden um, wenn mal 34 er Zeiten angezeigt waren. Schon waren wir in den Top Ten.

Bis zur Nacht waren wir dann auf dem dritten Platz, weil wir unsere Doppelrunden immer noch voll runtergeblockert sind. Zum Schlafen bin ich keine Minute gekommen weil der Körper auch in den Pausen gar nicht richtig runtergefahren ist und ständig unter Strom stand.

Nachts waren es dann immer noch Runden mit einen 24 er Schnitt, nur zwei Minuten langsamer wie zum Anfang.

Meine schlechteste Runde fuhr ich als es wieder hell war. Ich hatte Durchfall und Magenkrämpfe bekommen, war 40 Minuten unterwegs gewesen und da schaute nicht mehr so richtig fit aus. Bei der Menge an Power Gel war das Ganze aber auch kein Wunder. Zur Abwechselung gab es dann eine Packung Salzstagen, 1 Liter Cola und eine Schüsselbabybrei mit Haferflocken, was auch wieder Zug auf die Kette brachte.

Ich durfte dann die letzte Runde fahren, ich hatte ja noch eine nachzuholen von meiner Startrunde. Am Schluss hatte jeder von uns 20 Runden (knapp 150 km und 2000 hm) mit einem 26 er Schnitt gefahren, Platz 3 mit 81 Runden 7 min Rückstand auf Platz 2 und 13 auf Platz 1.

Mein Dad, ohne den diese Aktion nicht stattgefunden hätte, weil ich die 5 Stunden nicht mehr heim gekommen wäre. Mechaniker, Betreuer Fahrer Laufbursche und Fotograf.

Auf jeden Fall hab ich überzeugt und muss am 23. September in München zum nächsten 24h Rennen im Olympia Park wieder ran.

Jede Menge Fotos auf den Seiten der Pirates

Datum: Mittwoch, 16. August 2006 16:00
Themengebiet: MTB-Berichte Trackback: Trackback-URL
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